Entstehungsgeschichte
der Methode

Die Methode basiert auf der Überzeugung, dass Kunst, Körper und Umwelt untrennbar mit persönlicher und kollektiver Transformation verbunden sind.

Anna, Lawrence
und Daria Halprin

Im Zentrum stehen Anna Halprin, Pionierin des postmodernen Tanzes und der Choreografie; Lawrence Halprin, visionärer Landschaftsarchitekt und Stadtplaner; und ihre Tochter Daria Halprin, eine führende Persönlichkeit im Bereich der Ausdruckskunst und der somatischen Psychologie.

Institutsgründung

1978 begann das Tamalpa Institute als erstes Institut eine Ausbildung in bewegungsbasierter Ausdruckstherapie (movement-based expressive arts therapy training and art-based, somatic movement therapy training program).

Anna Halprin (1920-2021) – Pionierin des postmodernen Tanzes und der Choreografie

Ein wesentlicher Teil der Methode ist eng mit der Biographie ihrer Gründerin Anna Halprin und ihrem innovativen Wirken als Tänzerin, Performancekünstlerin und Lehrerin verbunden.

Ende der 1950er-Jahre revolutionierte die Tanzpionierin Anna Halprin den Tanz und führte ihn von der exklusiven Rolle als darstellende Kunstform hin zu seiner universellen Bedeutung als Heilkunst.

Die Fragen, die ihre Forschung, Experimente und Kooperationen motivierten, waren geradezu revolutionär. Beeinflusst von diesen Kooperationen und ihrer Arbeit mit den Tänzer*innen und Künstler*innen, die sich um sie scharten, entwickelte Anna Halprin ihren Life/Art Process® Ansatz, der die eigenen Lebenserfahrungen als wichtigste Quelle künstlerischen Ausdrucks nutzt.

Künstlerische und
therapeutische Einflüsse

Anfang der 1960er-Jahre begann Anna Halprin die Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen und Persönlichkeiten, die die Bereiche Tanz, Bewegung, Kunst, Performance, Somatik, Psychologie und Pädagogik miteinander verband. Diese Kooperationen umfassten den Austausch zwischen Annas San Francisco Dancers’ Workshop und der Fluxus-Gruppe aus New York, Fritz Perls (Begründer der Gestalttherapie), Moshe Feldenkrais (Bewegungsorientierung), Carl Rogers (Personenzentrierte Therapie) und Thomas Gordon (Konfluenzpädagogik).

Lawrence Halprin (1916-2009) - Landschaftsarchitekt und Pionier der Co-Kreativität

Die Auseinandersetzung mit der innovativen Philosophie des Landschaftsarchitekts  Lawrence Halprin und seine Arbeit im urbanen und natürlichen Raum, die Kollektive Kreativität und die RSVP-Zyklen haben den Life/Art Process® sowie die Ausbildungen des Tamalpa-Instituts maßgeblich beeinflusst und geprägt.

Die Zusammenarbeit zwischen Anna Halprin und Larry Halprin inspirierte ihre gemeinsame Arbeit in den Bereichen Gemeinschaftsritual und Bewegung in und mit der Natur ein.

Daria Halprin (1948) – Performerin, Pionierin im Bereich der Expressive Arts Therapy

Daria Halprin war Tänzerin, Performerin und Teilnehmerin an Annas und Larrys ersten Workshops und ihrer Performance-Kompanie. Durch ihr Studium der Psychologie und u.a. durch  Fritz Perls wurde sie inspiriert, die Schnittstelle zwischen Tanz, Psychologie und Theater zu erforschen. Diese Einflüsse brachte sie in die Gründung des Tamalpa Instituts ein, wo sie die Brücke zwischen Bewegung, Kunst und Psychologie weiterentwickelte, die den heutigen Ansatz prägt.

1. Generation (ab 1978)
Tamalpa Lehrende

Die erste Generation von Lehrenden der Tamalpa-Ausbildungsprogramme hat die Arbeit, das Institut und die Studierenden nachhaltig geprägt: die Senior Associates Jamie McHugh, Ken Otter, Alice Rutkowski und G. Hoffman Soto.

Tamalpa ArtCorps -
Soziales Engagement

Mit dem Tamalpa ArtCorps Programm werden Menschen ausgebildet und unterstützt bei der Entwicklung und Umsetzung von Tamalpa-Bewegungs-/Tanz- und Kunstprojekten mit Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Gemeinwohl.

Tamalpa Zweigstellen (ab 2008)

Seit der Gründung der internationalen Tamalpa-Zweigstellen im Jahr 2008 expandiert das Ausbildungsnetzwerk in Großbritannien, Südkorea, Deutschland und Frankreich. Tamalpa-Absolventen praktizieren weltweit.

Das Halprin-Erbe

Gemeinsam und parallel schufen sie ein Werk, das an der Schnittstelle von Tanz, Design und Psychologie angesiedelt ist und bis heute fortgeführt wird im Tamalpa Institute Center for the Halprin Work.  Ihre Arbeit hat die Bereiche der interdisziplinären Kunst, der Performancekunst, der Stadtplanung, des Umweltdesigns, der Ausdruckstherapie und der somatischen Praxis nachhaltig beeinflusst.

Das Halprin-Erbe ist eine beständige Erinnerung, dass Kreativität eine Lebenskraft ist. Es inspiriert weiterhin Generationen von Künstler*innen, Therapeut*innen, Pädagog*innen und Aktivist*innen.

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